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Neue Stipendien

Es liegen derzeit mehrere Anträge auf ein Licher Stipendium vor, über deren Förderung seitens der Gutachter noch nicht endgültig entschieden ist.

Kürzlich abgeschlossene Arbeiten

Der Feldhamster ist in seinem Bestand europaweit rückläufig. Die hessischen Vorkommen sind stark verinselt und teilweise von Bestandseinbrüchen bedroht. In der Diplomarbeit wurden vorhandene Daten über Feldhamstervorkommen zusammengeführt und in den Schwerpunktgebieten einige Fragen der Habitatansprüche aktualisiert. Ziel war, durch eine Analyse der Landnutzung ein ‚hamsterfreundliches Management‘ herauszuarbeiten und durch Verschneidung von Feldhamstervorkommen mit vorhandenen Landschaftselementen Korridore für eine Bestandsausweitung bzw. –stützung aufzuzeigen. Ergebnis ist, dass trotz einer räumlichen Nähe der Feldhamsterpopulationen in Hessen, eine starke reproduktive Isolation vorliegt. Nur noch weniger als 66 einzelne Flächen (ca. 7 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche) besitzen hessenweit eine gute Habitateignung und ausreichende Flächengröße für den nachhaltigen genetischen Erhalt des Feldhamsters. Für die verbliebenen Populationen stellt die Zerschneidung geeigneter Habitatflächen durch Straßen die größte Gefährdung dar. Werden nur die Habitatflächen berücksichtigt, die in unzerschnittenen Räumen liegen, reduziert sich das Areal der geeigneten Feldhamsterlebensräume auf nur noch 3 % des hessischen Agrarlandes. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die aktuellen hessischen Vorkommen des Feldhamster nicht weiter beeinträchtigt werden dürfen und Konzepte zu deren Vernetzung dringend erforderlich sind.

Die Frage, ob Sprengungen ein geeignetes Verfahren zur Verbesserung der Fließgewässerstruktur sind, bearbeitet Inga Hartmann in ihrer Diplomarbeit. Auf der Grundlage der Anforderungen zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Hessen und des Maßnahmenprogramms, das prioritär eine Strukturverbesserung unserer Gewässer zum Ziel hat, untersucht Inga Hartmann die Methode der Sprengung. Die Arbeit widmet sich zunächst den theoretischen Grundlagen der Sprengtechnik, anschließend dem Thema Sprengung und Naturschutz. Ein Schwerpunkt wird dabei auf die ökologischen Auswirkungen der Methode gelegt. Eine Umfrage unter Experten sowie eine Auswertung von Fallbeispielen ergänzt die umfangreiche Arbeit. Als Fazit stellt die Autorin fest, dass die Sprengung eine Methode ist, die sowohl von den äußeren Bedingungen her als auch von dem zu erreichenden Zustand lediglich unter strengen Voraussetzungen Anwendung finden kann. Wenn diese Bedingungen alle erfüllt sind, ist dieses Verfahren jedoch eine umweltschonende und kostengünstige Methode der Fließgewässer-Strukturverbesserung.

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